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PERSONALLY: (Auch) Nähe schützt Leben!

  Ich wusste zwar, was ich sagen wollte, konnte aber nicht mehr richtig sprechen. Auf einmal kamen nur noch zerquetschte Worte über meine Lippen. Ich konnte mich nicht mehr verständlich machen. «Wortfindungsstörung», schoss es mir durch den Kopf! Typisches Symptom eines Hirnschlages! In mir stieg Todesangst auf. Jetzt sterbe ich womöglich. Einfach hier, an diesem Schreibtisch, an einem ganz normalen Tag. – Die Wortfindungsstörungen liessen bald nach. Die anschliessende Untersuchung im Spital ergab zum Glück, dass diese Beeinträchtigung ein neuartiges Symptom der mir sonst bekannten Migräne war – und grundsätzlich nicht gefährlich. Ich atmete auf. Aber die Erfahrung der Todesangst hallt in mir nach, insbesondere ihr Inhalt: Dass ich nämlich meine Lieben nicht mehr sehen würde. Jetzt würde ich einfach hier sterben, ohne je mich von ihnen verabschieden zu können. Todesängste sind wohl Erfahrungen der fundamentalsten Art, die Menschen machen können. Jenseits unseres kognitiven Zugangs
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WHAT'S ON? - VOTE!

  Was ist eigentlich das Gegenteil von «Lockdown» oder «Shutdown»? – «Lockup»? «Shutup»? Das erinnert an amerikanischen Wahlkampfwortschatz. «Startup» tönt nach ehrgeiziger Firmengründung. «Open up»? Schon eher.  Auch wenn die Hochschulen geschlossen sind: Das Forum ist geöffnet – und wie immer offen für deine Vorschläge und Anregungen. Wir haben eine kleine Umfrage gestartet, um herauszufinden, was Studierende in diesen Coronazeiten wirklich brauchen. Mit deinen Angaben hilfst du uns dabei, herauszufinden, mit welchen Mitteln und Massnahmen wir euch in den Wochen bis zu einer nachhaltigen Beruhigung der Lage unterstützen können.  Vielen Dank für deine Teilnahme ! In letzter Zeit haben wir kreative Lösungen gefunden, wie wir in diesem Semester auch weiterhin für dich da sein können. Manche unserer geplanten Veranstaltungen mussten wir unter den gegebenen Umständen absagen oder verschieben.  Andere werden online d urchgeführt:  Gott im Leid?  ist ein spannender Online-Workshop zur

PERSONALLY: 2020 ist «mein Jahr»

Kürzlich blätterte ich in meiner Agenda, um, wie so oft, die kommenden Wochen zu planen. Plötzlich hatte ich den 31. Dezember erreicht und stellte fest, dass das Jahr nur noch drei Monate lang ist. Oh Schreck. Nun gut, 2020 war ja wirklich ein, sagen wir, «spezielles» Jahr. «2020» ist mittlerweile zu einer eigenen Zuschreibung geworden, zu einer Metapher für alles, was schiefgehen kann. Zugegeben, 2020 war bisher nicht so, wie wir uns das wohl alle vorgestellt hätten. Die Zukunft ist ungewiss, ein Ende nicht absehbar. Manchmal ertappe ich mich bei der Frage, ob ich meine Zwanzigerjahre ohne «Die-Welt-entdecken», ohne Tanzen bis zum Morgengrauen und statt mit Menschen mit Abstandhalten verbringen möchte. Die naheliegende Antwort lautet natürlich Nein. Wenn ich die Frage allerdings umformuliere in: «Möchte ich meine Zwanzigerjahre voller Hoffnung und Vorfreude auf die Zukunft verbringen und auf dem Weg zu optimistischen Zielen aus Missgeschicken und Fehlern lernen?», dann klingt die Antw

SPIRITUALLY: Mit der Angst am Tisch

Mein Gefühlshaushalt war während den vergangenen Wochen eigentlich kaum von der Angst bewohnt und Corona für mich kein Schrecken. Das änderte sich, als die Philosophin Carolin Emcke in der TV-Sendung «Sternstunde Philosophie» die Corona-Krise als «welthistorische Zäsur» deutete. Was, wenn nach dieser Krise vieles, was mir wichtig ist, nie mehr so sein wird wie vorher? Was, wenn die Abstandmassnahmen bleiben, grosse Sportveranstaltungen nicht mehr möglich sind, Feste nur noch auf Sparflamme gefeiert werden können, digitale Überwachung zum Muss wird und das Leben zwischen den Menschen insgesamt distanzierter, kälter, ärmer?  - Schrecklich!  Ja, die Angst ist seither eine Besucherin geworden, die ab und zu unangemeldet vorbeikommt. Ich habe mich entschieden, ihr nicht die Türe zu weisen. Manchmal lade ich sie (mit den üblichen Abstandsmassnahmen selbstverständlich) an den Tisch und versuche zuzuhören, was sie mir zu erzählen hat. Und da geht mir auf, dass ich von der Angst erf

PERSONALLY: Ein Corona Lemon, bitte!

In Anlehnung an "Lemon Tree " von Fools Garden   Ich sitze hier im Arbeitszimmer.   Chaotisch, deprimierend und voller To- Dos .   Es ist Corona Zeit .   Ich bin zu Haus.   A ls hätt’ ich ni x zu tun .   W art ’ ich drauf, dass. . .   A ber ni x passiert. Es ist Shut Down …   Ich würde gerne irgendwo hinfahren, reisen und mal wieder meinen Blickwinkel ändern. Ich würde gerne (neue) Leute treffen und Feste feiern. Ich würde gerne mal wieder Face-t o- Face nutzen, nicht nur FaceTime. Gestern, da war der blaue blaue Himmel, so erzählen wir uns . Es war toll, und wir waren frei(er). U nd jetzt? Jetzt sehe ich nur den Zitronenbau m. Drehe mich im Kreis bzw. den eigenen vier Wänden. Gehe auf und ab, hin und her und sehe: nur den Zitronenbaum.   Ich sitze hier, vermisse die Energie. Eine dunkle Wolke vernebelt meine Gedanken. Ich bin müde und der Situation überdrüssig. Isolation ist n icht gut für mich. Isolation… Ic